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Milch - Besser nicht!

Grundsätzliche Gedanken
Der Mensch konsumiert seit einigen Tausend Jahren Milchprodukte vor allem in Form von Milchfett (Butter) und Käse. Wohl über die Mongolei kam die Verwertung von Milch über den orientalischen Raum nach Europa, wobei die Milch selbst bis vor etwa 200 Jahren in unserem Ernährungsplan keine wesentliche Rolle spielte. Erst vor etwas mehr als 100 Jahren, nämlich mit der Entwicklung des Verfahrens der Pasteurisierung, bekam die Milch in Europa einen gewissen Stellenwert. Bedingt durch die Entwicklung des globaleren Getreidemarktes, der mit der industriellen Entwicklung und dem Ausbau der Verkehrswege (Schiff, Bahn) erst möglich wurde, drohte resp. begann eine massive Verarmung der hiesigen Bauern. Der Ausbau der noch weitgehend kleinen und lokalen Milchproduktion bot sich als alternative Einnahmequelle der Bauern an und erlebte durch die Pasteurisierung-Methoden einen wahren Boom, der Ende des 19. Jahrhunderts in der Gründung vieler Milchgenossenschaften mündete.
Heute stehen wir vor einer kaum überschaubaren Menge von Milchprodukten, die ganze Regale in den Supermärkten füllen. Die Milchprodukte wurden in den letzten 50 Jahren von einem kleinen Nebenschauplatz auf die Hauptbühne unseres Nahrungsangebots katapultiert. Aber ist Milch überhaupt gesund?

Was ist (Kuh)-Milch?
Milch ist ein weissliches, wässriges Eutersekret, das zum unmittelbaren Genuss für das säugende Kalb bestimmt ist und alles enthält was der Säugling, in diesem Fall das Kalb, für seine Entwicklung benötigt. Keinem Menschen käme es je in den Sinn direkt an diesem Euter zu nuckeln. Für ihn gibt es schliesslich Human-Milch.

Heute ist die Milch tetraverpackt, x-mal gekühlt und erhitzt, pasteurisiert, homogenisiert, auseinander genommen und wieder zusammengesetzt und mit Eiweissen Tausender Kühe versehen ein denaturiertes Nahrungsmittel für den Menschen. Kaum ein Mensch denkt noch an das Kuh-Euter, wenn er Milchprodukte zu sich nimmt.

Die Gefahren:
Milch ist Säuglingsnahrung und viele erwachsene Menschen (weltweit die überwiegende Mehrheit!) vertragen keine Milch, weil sie nicht mehr in der Lage sind genügend Laktase zu produzieren um den Milchzucker (Laktose) zu spalten. Andere entwickeln gegen Milcheiweisse direkte oder Kreuzallergien (bspw. Neurodermitis Neurodermitis.ch). Viele, diffuse Krankeitsbilder, vor allem im Magen/Darm-Bereich, könnten auf Unverträglichkeit zu einer der grossen Nahrungsmittelklassen (Milchprodukte, Weizeneiweisse und/oder Sojaprodukte) hinweisen. Am einfachsten ist eine Selbst-Diagnose, indem man eine dieser Nahrungsmittelgruppen konsequent vom Speiseplan streicht, wobei das vor allem bei der Milch relativ schwierig werden dürfte, da viele Nahrungsmittel und Medikamente, auch solche von denen man es gar nicht erwarten würde, Milchabfälle in Pulverform enthalten.

Fazit:
Milch ist ein kritisches Nahrungsmittel, das in jeder Form gesundheitliche Probleme verursachen kann. Mit Natur hat dieses Produkt eigentlich nichts mehr am Hut, denn Milch ist heute ein industrielles Designerprodukt (auseinander genommen und wieder zusammengesetzt) von industriell produzierten Milchmaschinen namens Kühe (künstliche Befruchtung, Kraftnahrung, Zucht), die bereits mehr als 10'000 Liter Milch pro Laktation erzeugen, also etwa 4-5 Mal so viel als noch vor 150 Jahren. Milch von Hochleistungskühen ist bereits dermassen denaturiert, dass sie unbehandelt noch nicht einmal mehr den eigenen Kälbern zum Genuss vorgesetzt werden kann.

Buch-Tipp:
Maria Rollinger: «Milch besser nicht», Jou-Verlag, 2004, Fr. 29.–, ISBN 3-00-013125-6 > Hier online bestellen

Weiterführende Links:
Vegetarismus.ch mit vielen Links zu weiteren Infos

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